Garmin-Uhren und Fahrradcomputer, aber auch viele andere Sportgeräte und Trainings-Apps speichern Aktivitäten im FIT-Format, einer kompakten Binärdatei. Die meisten Karten-Apps, Routenplaner und GIS-Programme erwarten dagegen GPX. Laden Sie die .fit-Datei oben hoch, und Sie erhalten eine GPX-Datei mit der gefahrenen, gelaufenen oder gewanderten Strecke, samt Höhe und Zeitstempel jedes Punktes.
Muss ich überhaupt konvertieren?
Nicht immer. Strava liest FIT laut seiner Upload-Dokumentation direkt, einschließlich Herzfrequenz, Trittfrequenz und Leistung, und auch Komoot importiert FIT. Wer dort hochlädt, nimmt am besten die Originaldatei und verliert nichts.
Die Umwandlung lohnt sich, wenn das Ziel nur GPX annimmt. Mapy.com importiert ausschließlich GPX. Auch Navigations-Apps, ältere GPS-Handgeräte, QGIS und Fotoprogramme, die Bilder anhand eines Tracklogs verorten, erwarten in der Regel GPX. Und die Runde von gestern schickt man Freunden leichter als GPX, weil jeder sie öffnen kann.
Was in der GPX-Datei steckt
Unser Konverter dekodiert die Aktivität aus der FIT-Datei und erzeugt eine Standard-GPX-Datei der Version 1.0:
- Trackpunkte mit Breite, Länge, Höhe und Zeit. Hat das Gerät die Geschwindigkeit aufgezeichnet, bleibt sie in Metern pro Sekunde erhalten.
- Pausen. Jedes Mal, wenn der Timer nach einem Stopp oder Auto-Pause wieder startet, beginnt ein neues Tracksegment. Karten-Apps ziehen daher keine gerade Linie über die Stelle, an der Sie gestanden haben oder Zug gefahren sind.
- Runden. Das Ende jeder Runde wird ein Wegpunkt mit dem Namen LAP001, LAP002 usw. Rundenzeiten und Rundenstatistiken werden nicht übernommen.
- Gespeicherte Orte aus der FIT-Datei werden zu Wegpunkten.
Was verloren geht: Herzfrequenz, Trittfrequenz, Leistung und Temperatur. Die FIT-Datei enthält sie zwar, reines GPX hat dafür aber keine Felder, und unsere Ausgabe nutzt die Garmin-Erweiterungen nicht. Dasselbe gilt für alles, was kein Trackpunkt ist: Kalorien, Trainingseffekt, Zusammenfassungen der Einheit, Geräte- und Sensordaten sowie Datenfelder, die Apps wie Laufleistungsmesser hinzufügen.
Typische Probleme
FIT in GPX ohne Herzfrequenz
Wie oben beschrieben, enthält die GPX die Strecke, nicht die Sensordaten. Wer Puls und Leistung auf einer anderen Plattform braucht, lädt dort die originale FIT-Datei hoch. Strava zum Beispiel nimmt sie direkt.
Die GPX-Datei ist leer
Die Aktivität hat keine GPS-Positionen: Laufband, Rollentrainer, Schwimmen im Becken oder Krafttraining. Punkte ohne Position werden übersprungen, also gibt es keinen Track.
Umwandlung einer beschädigten Datei schlägt fehl
Jede FIT-Datei endet mit einer CRC-Prüfsumme. Geht der Uhr mitten in der Aktivität der Akku aus oder bricht eine Synchronisierung ab, kann die Datei mitten in einem Datensatz enden. Unser Konverter bricht bei solchen Fehlern ab, statt einen halb geratenen Track zu erzeugen. Synchronisieren Sie das Gerät erneut oder exportieren Sie die Aktivität aus der Plattform, auf die sie hochgeladen wurde.
Die Zeiten in der GPX liegen ein oder zwei Stunden daneben
Sie sind nicht falsch. FIT speichert die Zeit in UTC, und die GPX behält UTC bei, erkennbar am Z am Ende. Karten-Apps rechnen in Ortszeit um. Wer aber Fotos anhand des Tracks verortet, muss im Fotoprogramm den Zeitzonenversatz der Kamera einstellen.
Mapy.com lehnt eine lange Aktivität ab
Mapy.com nimmt höchstens 70.000 Punkte pro Route an. Bei einem Punkt pro Sekunde sind das rund 19 Stunden, mehrtägige oder Ultra-Touren können die Grenze also überschreiten. Uhren mit intelligenter Aufzeichnung speichern weniger Punkte und stoßen selten daran.
Andere Wege zur GPX-Datei
Liegt die Aktivität schon in Garmin Connect, öffnen Sie sie im Browser und nutzen im Zahnradmenü den GPX-Export. Auch Strava bietet für eigene Aktivitäten einen GPX-Export. Unser Konverter hilft, wenn Sie die Dateien selbst haben: per USB vom Gerät kopiert (viele Garmin-Geräte legen sie im Ordner GARMIN/Activity ab), vom Trainingspartner geschickt oder von einem Gerät, dessen App keinen GPX-Export kennt. Bis zu 10 Dateien auf einmal, ohne Konto.
FIT und GPX im Vergleich
| FIT | GPX | |
|---|---|---|
| Typ | binär, kompakt | XML-Text, lesbar |
| Betreut von | Garmin (FIT SDK) | TopoGrafix; GPX 1.0 von 2002, 1.1 von 2004 |
| Typischer Inhalt | ganze Aktivität: Datensätze, Runden, Einheiten, Sensoren, Gerät | Tracks, Routen, Wegpunkte |
| Zeit | Sekunden seit 31. Dezember 1989 UTC | Datum und Uhrzeit nach ISO 8601 in UTC |
| Position | Semicircles (2³¹ = 180°) | Dezimalgrad |
FIT steht für Flexible and Interoperable Data Transfer und ist für Sport-, Fitness- und Gesundheitsgeräte gedacht. Garmin veröffentlicht Spezifikation und SDK auf seiner Entwicklerseite (englisch). Die Zeit wird in Sekunden ab Mitternacht UTC am 31. Dezember 1989 gezählt, der sogenannten FIT-Epoche, Positionen als 32-Bit-Ganzzahlen, bei denen 2³¹ Einheiten 180 Grad entsprechen. Das ergibt eine Auflösung unter einem Zentimeter. GPX ist ein offenes XML-Format von TopoGrafix, Version 1.1 stammt vom 9. August 2004.