Die meisten MOV-Dateien, die umgewandelt werden sollen, stammen vom iPhone. Seit iOS 11 (2017) filmt das iPhone standardmäßig in HEVC (H.265), um Speicher zu sparen, und genau das ist das Problem: Ein Windows-PC ohne HEVC-Erweiterung, ein älterer Smart-TV, der Beamer im Besprechungsraum oder das Upload-Formular der Schule zeigt ein schwarzes Bild, spielt nur den Ton oder lehnt die Datei ab. Nach dem Konvertieren in MP4 mit H.264 läuft das Video auf praktisch jedem Gerät der letzten fünfzehn Jahre.
MOV und MP4 sind fast derselbe Container
MP4 (ISO/IEC 14496-14, 2003) basiert auf dem ISO Base Media File Format, das wiederum aus Apples QuickTime-Format von 1991 hervorging. Beide bestehen aus denselben verschachtelten Boxen (Atomen). Deshalb funktioniert manchmal schon das Umbenennen von video.mov in video.mp4: Steckt H.264 und AAC drin, akzeptieren viele Player die Datei. Steckt HEVC drin, hilft Umbenennen nichts, der Decoder fehlt weiterhin. Entscheidend ist der Codec, nicht die Endung.
| MOV (iPhone-Standard) | MP4 aus unserem Konverter | |
|---|---|---|
| Video-Codec | HEVC (H.265), mit HDR oft 10 Bit | H.264, 8 Bit, 4:2:0 |
| Ton | AAC, bei Kameras teils PCM | AAC 160 kbit/s |
| Windows, ältere TVs | braucht oft einen Zusatz-Codec | läuft ohne Installation |
| Größe | kleiner bei gleicher Qualität | meist größer als HEVC |
Was unser Konverter macht
Wir kodieren das Video immer neu. Das Bild wird in H.264 mit konstanter Qualität kodiert, vergleichbar mit üblichen Standardeinstellungen von Encodern, der Ton wird als AAC mit 160 kbit/s gespeichert. Außerdem:
- Auflösung und Bildrate bleiben gleich. 4K bleibt 4K, 60 fps bleiben 60 fps. Ungerade Maße werden auf gerade abgerundet, das verlangt H.264.
- Variable Bildrate bleibt erhalten. iPhones filmen mit leicht schwankender Bildrate, vor allem bei wenig Licht. Die MP4 behält die originalen Zeitstempel, Bild und Ton bleiben synchron.
- Hochkant bleibt hochkant. Die Drehinformation wird direkt ins Bild übernommen.
- Fürs Web vorbereitet. Der Index steht am Dateianfang, der Browser kann abspielen, bevor alles geladen ist.
- Eine Bild- und eine Tonspur. Zusätzliche Spuren (zweite Tonspur, Apple-Metadatenspuren) fallen weg. Allgemeine Metadaten wie das Aufnahmedatum werden übernommen; auf GPS-Daten sollten Sie sich nicht verlassen.
Weil wir neu kodieren, klappt es auch mit MOV-Dateien, bei denen Umbenennen oder Remuxen nichts bringt: HEVC, ProRes aus Schnittprogrammen, Motion JPEG älterer Kameras oder PCM-Ton.
Häufige Probleme
iPhone-Video wirkt nach dem Umwandeln blass oder dunkel
Ab dem iPhone 12 kann das iPhone HDR-Video aufnehmen (Dolby Vision, 10-Bit-HEVC). Unsere Ausgabe ist normales 8-Bit-H.264 ohne Tone-Mapping, die Farben können flacher wirken als auf dem Telefon. Für Clips, die Sie weitergeben, schalten Sie in den Kameraeinstellungen für die Videoaufnahme HDR-Video aus, oder wählen Sie Einstellungen → Kamera → Formate → Maximale Kompatibilität. Dann nimmt das iPhone direkt in H.264 auf.
Die MOV ist größer als 100 MB
Ein iPhone braucht in HEVC etwa 60 MB pro Minute bei 1080p mit 30 fps und rund 170 MB pro Minute in 4K. Das kostenlose Limit von 100 MB pro Datei entspricht also etwa anderthalb Minuten Full HD oder einer halben Minute 4K. Kürzen Sie den Clip vorher in der Fotos-App oder nutzen Sie eine der Alternativen unten.
Die MP4 ist größer als die MOV
Bei HEVC-Quellen ist das normal. H.264 braucht für ähnliche Qualität eine höhere Bitrate, grob bis zum Doppelten. Dafür gewinnen Sie Kompatibilität.
Im Schnittprogramm läuft der Ton auseinander
Manche Schnittprogramme kommen mit variabler Bildrate schlecht zurecht. Unsere MP4 behält das variable Timing. Braucht Ihr Programm eine konstante Bildrate, wandeln Sie lokal in eine konstante Bildrate um, etwa in HandBrake (Video → Konstante Bildrate) mit 30 fps oder der Bildrate Ihres Projekts.
Alternativen
- Am iPhone: Teilen Sie ein Video per AirDrop, Nachrichten oder E-Mail mit einem Gerät ohne HEVC-Unterstützung, kann iOS es automatisch in H.264 umwandeln. Auch der Import per Kabel auf einen Windows-PC kann konvertieren, solange in den Fotos-Einstellungen nicht „Originale behalten“ gewählt ist (Erklärung von Apple).
- Am Mac: QuickTime Player → Ablage → Exportieren als, dann im Formatmenü statt HEVC die kompatiblere Variante H.264 wählen. Das Ergebnis bleibt eine .mov-Datei, aber mit H.264.
- Unter Windows: Um HEVC ohne Umwandlung abzuspielen, die kostenpflichtigen HEVC-Videoerweiterungen aus dem Microsoft Store installieren oder VLC nutzen, das den Decoder mitbringt.
Unser Konverter hilft, wenn Sie sofort eine echte H.264-Datei brauchen, an einem Rechner ohne Installationsrechte sitzen oder mehrere Clips haben (bis zu 10 Dateien, Ergebnisse als ZIP). Die Verarbeitung läuft auf unseren Servern in Tschechien, Uploads werden nach der Umwandlung gelöscht. Nur den Ton eines Videos? Siehe MP4 in MP3 umwandeln. Fotos vom selben iPhone im HEIC-Format? Siehe HEIC in JPG umwandeln.
Hintergrund
QuickTime und den MOV-Container stellte Apple 1991 vor (Library of Congress: QuickTime File Format). MP4 wurde 2003 als ISO/IEC 14496-14 genormt (Library of Congress: MPEG-4 File Format). H.264 stammt aus dem Jahr 2003, der Nachfolger HEVC von 2013. HEVC spart viel Platz, die Lizenzierung ist aber kompliziert, auch deshalb ist die Unterstützung außerhalb von Apple-Geräten lückenhaft.