CR2 in JPG umwandeln

Laden Sie Canon-RAW-Dateien (CR2 oder CR3) hoch und erhalten Sie JPGs in voller Auflösung, aus den Sensordaten entwickelt mit dem Weißabgleich der Kamera. Bis zu 10 Fotos auf einmal.

In JPG umwandeln

Eine CR2-Datei ist noch kein fertiges Foto. Sie enthält, was der Sensor gemessen hat: pro Pixel nur einen Farbwert, je nachdem ob davor ein roter, grüner oder blauer Filter saß. Dazu kommt eine JPEG-Vorschau, die die Kamera für ihr Display erzeugt hat. Für ein JPG müssen die Rohdaten entwickelt werden: Weißabgleich festlegen, die zwei fehlenden Farben jedes Pixels berechnen, eine Tonwertkurve anwenden und das Ergebnis komprimieren. Unser Konverter entwickelt die echten Rohdaten und zieht nicht einfach die Vorschau heraus. Daraus erklären sich die meisten Unterschiede, die Sie sehen werden.

Warum CR2 in JPG konvertieren

  • Sie haben nur in RAW fotografiert und brauchen Bilder zum Verschicken, für den Fotodienst oder für ein Portal, das nur JPG annimmt.
  • Windows zeigt ohne Zusatz keine Miniaturen für CR2, und die meisten Webdienste, Smartphones und Fernseher öffnen das Format nicht.
  • Ein altes Archiv von EOS 350D, 40D oder 5D Mark II soll schnell gesichtet werden, bevor Sie entscheiden, was sich zu bearbeiten lohnt.
  • Dateigröße: Ein CR2 aus einer 24-Megapixel-Kamera hat 25 bis 35 MB, das JPG desselben Bildes meist nur einen Bruchteil davon.

Was unser Konverter mit einer CR2 macht

Die Rohdaten werden vollständig dekodiert und mit festen Einstellungen entwickelt, für jede Datei gleich:

  • Vollständige Entwicklung in voller Auflösung. Aus einer EOS 80D entsteht ein JPG mit etwa 6000 × 4000 Pixeln. Die eingebettete Vorschau wird nicht verwendet.
  • Weißabgleich der Kamera, also der beim Auslösen gespeicherte Wert. Lag die Kamera daneben, liegt auch das JPG daneben.
  • AHD-Interpolation (Adaptive Homogeneity-Directed), ein verbreitetes Interpolationsverfahren.
  • Farben über die Farbmatrix der Kamera nach sRGB, 8 Bit pro Kanal. Die Helligkeit wird automatisch so gesetzt, dass etwa 1 % der Pixel reines Weiß erreichen. Ausgefressene Lichter bleiben weiß, eine Lichterrekonstruktion gibt es nicht.
  • Keine Rauschminderung, Nachschärfung, Objektivkorrektur und kein Bildstil.
  • JPEG-Qualität 90, Hochformataufnahmen werden richtig gedreht.

Die EXIF-Daten der Kamera (Objektiv, Belichtung, Datum, GPS) werden nicht ins JPG übernommen. Wer sie braucht, kopiert sie nachträglich mit ExifTool: exiftool -TagsFromFile IMG_0001.CR2 -all:all IMG_0001.jpg.

Warum das JPG anders aussieht als das Kamera-JPEG

Das JPEG Ihrer Canon ist Canons eigene Entwicklung, und unser Konverter ahmt sie nicht nach. Die häufigsten Unterschiede:

  • Bildstil (Picture Style). „Standard“ erhöht Kontrast, Sättigung und Schärfe. Unser Ergebnis liegt näher an „Neutral“: flacher und weicher, eine gute Basis für die Bearbeitung, neben dem Kamera-JPEG aber eher matt.
  • Schwarzweiß wird farbig. Der Bildstil „Monochrom“ wirkt nur auf JPEG und Vorschau. Die Rohdaten sind immer farbig.
  • Automatische Belichtungsoptimierung und Tonwert Priorität. Die Belichtungsoptimierung (ALO) hellt Schatten nur im JPEG auf. Mit Tonwert Priorität (im Display D+) belichtet die Kamera das RAW etwa eine Stufe knapper, um die Lichter zu schützen, und hebt die Mitteltöne nur im eigenen JPEG an. Ohne diese Kurve wirkt die Entwicklung dunkler oder flacher.
  • Objektivkorrekturen. Vignettierungs-, Farbfehler- und Verzeichnungskorrektur sowie der Digital Lens Optimizer laufen in der Kamera oder in Canon-Software. Bei uns zeigen Weitwinkelbilder dunklere Ecken und tonnenförmige Verzeichnung.
  • Rauschen. Bilder mit hoher ISO wirken körniger, weil die Rauschminderung der Kamera fehlt.

Sie wollen genau den Kamera-Look? Eine CR2 enthält in der Regel ein JPEG in voller Größe, das die Kamera selbst erzeugt hat. ExifTool holt es in einer Sekunde heraus: exiftool -b -PreviewImage IMG_0001.CR2 > IMG_0001.jpg. Canons kostenloses Digital Photo Professional entwickelt die Datei mit dem eingestellten Bildstil.

CR2, CR3, sRAW und Dual Pixel RAW

CR2 kam 2004 mit der EOS 20D und löste das ältere CRW ab. Das Format basiert auf TIFF und speichert 12 oder 14 Bit pro Pixel verlustfrei komprimiert. Canon-Spiegelreflexkameras nutzten es bis etwa 2018. Mit der EOS M50 kam CR3, aufgebaut auf dem ISO Base Media File Format, also derselben Containerfamilie wie MP4, mit der verlustbehafteten Option C-RAW für rund 30 bis 40 % kleinere Dateien. Spiegellose EOS-R-Modelle und neuere Spiegelreflexkameras wie die 90D schreiben CR3. Unser Konverter nimmt CR3 mit denselben Einstellungen an.

CR2CR3JPG
Eingeführt2004 (EOS 20D)2018 (EOS M50)1992
ContainerTIFF-basiertISO Base Media File FormatJFIF/EXIF
Farbtiefe12 oder 14 Bit12 oder 14 Bit8 Bit
Kompressionverlustfreiverlustfrei oder C-RAW (verlustbehaftet)verlustbehaftet

Die verkleinerten Modi sRAW und mRAW speichern bereits interpolierte Daten. Wir wandeln auch sie um, das JPG hat dann die kleinere Auflösung. Dual-Pixel-RAW-Dateien der EOS 5D Mark IV enthalten ein zusätzliches Bild für nachträgliche Schärfe- und Bokeh-Korrekturen in Canon-Software. Wir entwickeln das normale Bild, das zweite bleibt unberücksichtigt.

Andere Wege, CR2 in JPG umzuwandeln

  • macOS: Vorschau und Fotos öffnen CR2 direkt, Ablage → Exportieren speichert ein JPEG, entwickelt von Apples RAW-Engine.
  • Windows 10 und 11: Die kostenlose Raw-Bilderweiterung aus dem Microsoft Store bringt Miniaturansichten und öffnet CR2 in der Fotos-App.
  • Canon Digital Photo Professional: kostenlos für Canon-Besitzer, liefert den Canon-Look und verarbeitet ganze Ordner. Für Hunderte Fotos ist das die bessere Wahl, bei uns gilt ein Limit von 10 Dateien pro Stunde.

Unser Konverter hilft, wenn keine Software installiert ist, Sie am Smartphone oder unter Linux arbeiten oder schnell ein paar JPGs brauchen. Behalten Sie die CR2-Dateien. Für die Langzeitarchivierung wandelt der kostenlose Adobe DNG Converter sie in das offen dokumentierte DNG-Format um. Für Nikon gibt es das Gegenstück unter NEF in JPG umwandeln, mehr zum Format auf der Seite CR2.

Häufige Fragen

Warum ist das umgewandelte CR2-Bild dunkler oder flacher als auf dem Kameradisplay?

Das Display zeigt Canons eigenes JPEG mit Bildstil, Belichtungsoptimierung und eventuell Tonwert Priorität. Unser Konverter entwickelt die Rohdaten neutral ohne diese Anpassungen.

Ich habe in Schwarzweiß fotografiert, warum ist das JPG farbig?

Der Bildstil „Monochrom“ verändert nur das Kamera-JPEG. Die Rohdaten sind immer farbig, deshalb ist auch die Entwicklung farbig.

Kann ich auch CR3 umwandeln?

Ja. CR3 aus EOS-R-Kameras und neueren Spiegelreflexkameras wird genauso entwickelt, auch verlustbehaftete C-RAW-Dateien.

Bleibt die volle Auflösung erhalten?

Ja, das JPG hat die volle Sensorauflösung. Nur sRAW und mRAW ergeben kleinere Bilder, weil sie schon kleiner aufgenommen wurden.

Bleiben EXIF-Daten und GPS-Position erhalten?

Nein, das JPG wird ohne den EXIF-Block der Kamera geschrieben. Mit ExifTool kopieren Sie ihn zurück: exiftool -TagsFromFile datei.CR2 -all:all datei.jpg.

Kann ich Weißabgleich oder Belichtung einstellen?

Nein, der Konverter verwendet den von der Kamera gespeicherten Weißabgleich und eine automatische Helligkeit. Für Korrekturen eignen sich Canon Digital Photo Professional oder ein anderer RAW-Editor.