Truevision Targa image

.tga · Bilder

TGA, auch Targa genannt, ist ein einfaches Rasterformat, das in Computergrafik und Spielen überlebt hat. Game-Engines und Modding-Werkzeuge nutzen es für Texturen mit Alphakanal, 3D-Programme wie Blender oder 3ds Max rendern Bildsequenzen hinein, und Compositing-Software tauscht Einzelbilder als TGA aus. Ältere Spiele wie Quake III Arena speicherten ihre Screenshots als TGA. Außerhalb dieser Welt ist das Format selten, eine TGA-Datei stammt also meist aus einem Texturpaket, einer Spielmodifikation oder einem Rendering.

Geschichte

Das Format entstand 1984 im EPICenter von AT&T für dessen TARGA-Grafikkarten, der Name steht für Truevision Advanced Raster Graphics Adapter. 1987 machte sich das Team als Firma Truevision selbstständig, deren Targa-Karten den Videoschnitt am PC mitbegründeten. Version 2.0 des Dateiformats folgte 1989. Truevision wurde später von RasterOps (1992) und Pinnacle Systems (1999) übernommen, Pinnacle wiederum ging an Avid. Seitdem entwickelt niemand das Format weiter. Eine offizielle Norm war es nie, die Spezifikation kursiert heute als PDF-Kopie des ursprünglichen Truevision-Dokuments.

So funktioniert TGA

  • Header mit 18 Byte mit Bildtyp, Abmessungen (bis 65.535 Pixel pro Seite), Bittiefe und einem Bildbeschreibungs-Byte, danach optional ein ID-Text bis 255 Zeichen, optional eine Palette und schließlich die Pixel.
  • Bildtypen: Palette, Echtfarbe und Graustufen, jeweils unkomprimiert oder mit verlustfreier RLE-Kompression (Lauflängenkodierung). RLE hilft bei Flächen, bei Fotos und verrauschten Texturen spart es wenig.
  • Bittiefe 8, 15/16, 24 oder 32 Bit pro Pixel. 32 Bit heißt 24-Bit-Farbe plus 8-Bit-Alphakanal, deshalb war TGA für Texturen und Video-Keying beliebt, lange bevor es PNG gab.
  • Ursprungsecke. Standardmäßig werden die Pixel ab der linken unteren Ecke gespeichert, ein Flag im Beschreibungs-Byte schaltet auf links oben um. Wer das Flag ignoriert, zeigt das Bild kopfüber.
  • Version 2.0 ergänzt einen Erweiterungsbereich (Autor, Kommentare, Datum, Software, Gamma, Art des Alphakanals), ein kleines Vorschaubild namens „postage stamp“ und eine 26 Byte lange Fußzeile mit der Signatur TRUEVISION-XFILE. Dateien der Version 1.0 haben keine Signatur, Programme erkennen sie nur an der Endung.
  • Kein ICC-Profil, keine Ebenen, ein Bild pro Datei.

TGA öffnen und bearbeiten

Unter Windows öffnen die mitgelieferten Apps TGA in der Regel nicht. Kostenlose Betrachter wie IrfanView oder XnView MP können es, bearbeiten lässt es sich in Paint.NET und GIMP. Vorschau unter macOS zeigt TGA an. Unter Linux lesen GIMP, Krita und die meisten Bildbetrachter das Format. Smartphones können es meist nicht, also vorher in PNG umwandeln. Photoshop und alle gängigen 3D- und Spielewerkzeuge lesen und schreiben TGA.

Typische Probleme

TGA steht auf dem Kopf

Das schreibende Programm hat das Bild von unten gespeichert, der Betrachter erwartet es von oben, oder das Ursprungs-Flag ist falsch gesetzt. Spiegeln Sie das Bild im Editor vertikal oder wandeln Sie es in PNG um. Unser Konverter beachtet das Flag.

TGA ohne Transparenz oder mit schwarzem Hintergrund

Die Datei enthält einen vierten Kanal, aber der Header meldet „0 Alpha-Bits“ oder der Erweiterungsbereich markiert den Kanal als unbenutzt, und Programme ignorieren ihn. Manche Programme speichern außerdem vormultipliziertes Alpha, das dunkle Säume erzeugt. In GIMP oder Photoshop prüfen Sie, ob ein Alphakanal vorhanden ist, und exportieren das Bild korrekt neu.

TGA lässt sich unter Windows oder auf dem Handy nicht öffnen

Es fehlt der Codec, die Datei ist nicht defekt. Wandeln Sie TGA in PNG um: ebenfalls verlustfrei, mit Alphakanal und überall lesbar.

Texturen brauchen zu viel Platz

Ein unkomprimiertes 32-Bit-TGA mit 4096 × 4096 Pixeln belegt 64 MB. PNG speichert dieselben Pixel deutlich kleiner, Game-Engines bevorzugen oft DDS, das die Grafikkarte direkt liest.

TGA umwandeln

Am häufigsten wird TGA in PNG umgewandelt, verlustfrei und mit Transparenz, zum Teilen, fürs Web oder für Engines, die PNG bevorzugen. TGA in JPG eignet sich für Vorschauen von Renderings, transparente Bereiche werden weiß. Umgekehrt braucht man PNG oder TIFF in TGA für ältere Engines und Mods. Bei unserem Konverter gilt: Beim Schreiben von TGA, PNG oder TIFF bleibt der Alphakanal erhalten, in JPG und BMP ersetzt ihn Weiß. Zu den Zielformaten gehört auch DDS, das Texturformat von DirectX.

TGA auf einen Blick

Entwickelt vonAT&T EPICenter, später Truevision
Erste Version1984 (Version 1.0)
Aktuelle VersionTGA 2.0 (1989), keine Weiterentwicklung
TypRastergrafik
Kompressionkeine oder verlustfreies RLE
Farbtiefe8, 15/16, 24, 32 Bit (8-Bit-Alpha)
Typische NutzungSpieltexturen, Render-Ausgabe, Videoeinzelbilder

Formatbeschreibungen der Library of Congress: TGA 2.0 und TGA 1.0.

TGA können wir umwandeln in

Dokumente

Bilder

JPG PNGWEBP GIF TIFFHEICAVIFJXLPSDICOAAIAPNGARTAVS BMP CINCURDCMDCXDDSDPXFF FITSFL32 HDRHRZJP2JBIGJNGJPCMNGMTVOTBPALMPAM PBMPCD PCXPFMPGMPGXPHMPICTPPMPSBPTIFQOIRASRGFSGISIXELSUNVICARVIFFVIPS WBMPXBMXPMXWD

Vektorgrafik

SVG EPSEMF PSFXGHPGLPOVSIFSVGZWMFXAML

E-Books

EPUB MOBI AZW3 FB2CBZDJVUHTMLZ LIT LRF OEB PDB TCRTXTZCB7CBT