Portable Network Graphics

.png · Bilder

PNG (Portable Network Graphics, ausgesprochen „ping“) ist das verlustfreie Bildformat des Webs. Screenshots unter Windows, macOS, auf dem iPhone und den meisten Android-Handys landen als PNG, ebenso Logos, Icons, Diagramme und die meisten Exporte aus Grafikprogrammen. Jedes Pixel kommt exakt so zurück, wie es gespeichert wurde, und der Hintergrund darf stufenlos transparent sein. Der Preis ist die Dateigröße: Fotos sind als PNG um ein Vielfaches größer als als JPG.

Entstanden aus einem Patentstreit

Um den Jahreswechsel 1994/95 kündigten Unisys und CompuServe Lizenzgebühren für Software an, die GIF schreibt, denn GIF nutzte die patentierte LZW-Kompression. Binnen weniger Wochen entwarf eine Entwicklergruppe im Usenet, angestoßen von Thomas Boutell, einen freien Ersatz. PNG 1.0 wurde am 1. Oktober 1996 W3C-Empfehlung und erschien im Januar 1997 als RFC 2083. Die Versionen 1.1 (1998) und 1.2 (1999) brachten Farbmanagement und internationalen Text, danach wurde PNG zur Norm ISO/IEC 15948:2004. Die dritte Ausgabe, seit dem 24. Juni 2025 W3C-Empfehlung, nimmt endlich animiertes PNG (APNG), HDR-Farben (cICP-Chunk, PQ und HLG) und einen offiziellen Exif-Chunk in die Spezifikation auf.

Aufbau einer PNG-Datei

  • Chunks. Nach einer 8-Byte-Signatur folgen Blöcke: IHDR (Abmessungen, Bittiefe), PLTE (Palette), IDAT (Bilddaten), IEND, optional Gamma, ICC-Profil, Text, physische Auflösung oder Exif.
  • Verlustfreie Kompression. Jede Zeile wird erst aus ihren Nachbarn vorhergesagt (fünf Filtertypen) und dann mit DEFLATE komprimiert, demselben Verfahren wie bei ZIP. Deshalb glänzt PNG bei Flächen und scharfen Kanten und tut sich mit Fotorauschen schwer.
  • Farbtypen: Graustufen, RGB, Palette (bis 256 Farben), jeweils optional mit Alphakanal. 1 bis 16 Bit pro Kanal, ein 16-Bit-RGBA-Bild hat 64 Bit pro Pixel.
  • Echte Transparenz. Der Alphakanal kennt 256 oder 65.536 Stufen, weiche Schatten und geglättete Kanten passen so auf jeden Hintergrund.
  • Kein CMYK, keine Ebenen. PNG ist ein Bildschirmformat. Adobe Fireworks speicherte früher Ebenen in eigenen Chunks, andere Programme sahen davon nur das flache Bild.

Es gibt auch „verlustbehaftetes PNG“: Werkzeuge wie pngquant reduzieren ein Vollfarbbild auf eine Palette mit 256 Farben. Die Datei wird oft halb so groß und bleibt ein gültiges PNG.

PNG öffnen und bearbeiten

PNG öffnet wirklich alles: Fotos und Paint unter Windows, Vorschau unter macOS, jeder Linux-Bildbetrachter, jeder Browser und jede Handy-Galerie. GIMP, Krita, Paint.NET und Photoshop bearbeiten es mit voller Transparenz. Kleinere Dateien ohne Qualitätsverlust liefern die Open-Source-Optimierer OxiPNG und optipng, die die Daten gründlicher komprimieren.

Typische Probleme

PNG-Datei ist zu groß

Meist steckt ein Foto im PNG, ein Standbild aus einem Video oder ein Handy-Screenshot eines Bildes. Fotos gehören in JPG oder WebP, siehe PNG in JPG umwandeln. Bei Grafiken hilft zuerst ein Optimierer oder eine Palettenreduktion.

PNG hat keinen transparenten Hintergrund

Ein grau-weißes Schachbrett, das nicht verschwindet, ist in die Pixel gemalt. Viele im Netz angebotene „transparente PNGs“ sind genau so. Wirklich transparent ist nur eine Datei mit Alphakanal, im Bildeditor erkennt man das am Bildmodus.

Transparenter Hintergrund wird schwarz oder weiß

Das Zielprogramm kann keinen Alphakanal, oder das Zielformat kann ihn nicht speichern. JPG und BMP kennen keine Transparenz, unser Konverter füllt den Hintergrund dort weiß. WebP, TIFF, TGA und GIF behalten sie, GIF allerdings nur als An/Aus.

Druckerei lehnt PNG ab

Der Druck braucht CMYK, meist als PDF oder TIFF. PNG ist immer RGB, die Farbumrechnung übernimmt dann die Druckerei. Logos liefert man besser als Vektor (SVG, PDF).

PNG umwandeln

PNG wird in JPG umgewandelt, wenn Fotos kleiner werden sollen, in PDF für Dokumente, in ICO für das Favicon und in WebP fürs Web. In PNG wandelt man JPG vor der Weiterbearbeitung um und SVG, wo kein Vektor möglich ist. Bei unserem Konverter behält die PNG-Ausgabe die Transparenz, aus animiertem GIF oder APNG wird das erste Bild übernommen, und Fotos mit Drehungs-Tag werden aufgerichtet. Beim Umwandeln in ICO wird das Bild auf höchstens 256 Pixel verkleinert. PNG in SVG zeichnet die Formen nur schwarz-weiß nach, Farben werden nicht vektorisiert. PNG in TXT startet eine Texterkennung (OCR).

PNG auf einen Blick

Entwickelt vonPNG Development Group, heute W3C
Erste Version1. Oktober 1996 (PNG 1.0, RFC 2083 im Jahr 1997)
Aktuelle NormISO/IEC 15948:2004; W3C PNG Third Edition (2025)
TypRastergrafik, optional animiert (APNG)
Kompressionverlustfrei (Filter + DEFLATE)
Farbtiefe1 bis 16 Bit pro Kanal, Alphakanal
Typische NutzungScreenshots, Logos, Icons, Webgrafik

Mehr dazu: die PNG-Spezifikation des W3C, die PNG-Homepage und die Formatbeschreibung der Library of Congress.

PNG können wir umwandeln in

Dokumente

PDF TXTPDF/A

Bilder

JPGWEBP GIF TIFFHEICAVIFJXLPSDICOAAIAPNGARTAVS BMP CINCURDCMDCXDDSDPXFF FITSFL32 HDRHRZJP2JBIGJNGJPCMNGMTVOTBPALMPAM PBMPCD PCXPFMPGMPGXPHMPICTPPMPSBPTIFQOIRASRGFSGISIXELSUN TGAVICARVIFFVIPS WBMPXBMXPMXWD

Vektorgrafik

SVG EPSEMF PSFXGHPGLPOVSIFSVGZWMFXAML

E-Books

EPUB MOBI AZW3 FB2CBZDJVUHTMLZ LIT LRF OEB PDB TCRTXTZCB7CBT