Sony raw image (SRF)

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SRF (Sony Raw File) war Sonys erstes RAW-Format. Nur zwei Kameras haben es geschrieben: die Cyber-shot DSC-F828, vorgestellt im August 2003, und die DSC-V3 von Ende 2004. Wer heute SRF-Dateien hat, findet sie fast sicher in einem alten Fotoarchiv oder auf einer Sicherungs-CD einer dieser Kameras. Sony hat das Format nach zwei Jahren abgelöst, aktuelle Software behandelt es als Altformat, und manche Programme öffnen es nicht mehr.

Ein kurzlebiges Format

Die F828 war eine ehrgeizige Bridgekamera mit 2/3-Zoll-CCD, 8 MP und festem Zoom von 28–200 mm (Kleinbild-äquivalent). Im Dezember 2005 brachte die DSC-R1 das überarbeitete Format SR2. Als Sony 2006 das Kamerageschäft von Konica Minolta übernahm und die Alpha DSLR-A100 vorstellte, wechselte es zu ARW, das alle Sony-Kameras bis heute nutzen. Eine Spezifikation hat Sony für keines der drei Formate veröffentlicht.

Was SRF besonders macht

  • Vier statt drei Farben. Der Sensor der F828 hatte einen RGBE-Filter: Neben Rot, Grün und Blau lag ein Viertel der Pixel unter einem „Smaragd“-Filter, der die Farbwiedergabe dem menschlichen Sehen annähern sollte. Ein RAW-Konverter muss daher vier Farben interpolieren statt der üblichen drei des Bayer-Musters. Sony hat die Idee nach dieser Kamera aufgegeben.
  • Verschlüsselung. Die Datei basiert auf TIFF, doch Teile der Maker Notes und der Schlüssel zum Lesen der Sensordaten sind verschlüsselt. Freie RAW-Decoder konnten das bald nach Erscheinen der Kamera entschlüsseln.
  • 12-Bit-Daten ohne Kompression. Jeder Wert belegt 16 Bit auf der Platte, eine SRF-Datei der F828 hat daher rund 16 MB, ein Mehrfaches des besten JPEGs der Kamera.

SRF-Dateien heute öffnen

Am einfachsten geht es mit einem Programm, das DSC-F828 und DSC-V3 unterstützt: darktable und RawTherapee (kostenlos für Windows, macOS und Linux) oder die Fotos-App unter Windows mit der kostenlosen Raw Image Extension aus dem Microsoft Store. Adobe Camera Raw, und damit Lightroom und Photoshop, unterstützt die F828 ebenfalls. Verweigert ein altes Programm die Datei, wandelt der Adobe DNG Converter SRF in DNG um, das fast jedes RAW-Werkzeug liest.

Häufige Probleme

SRF-Datei lässt sich nicht öffnen oder zeigt seltsame Farben

Programme, die einen Dreifarben-Bayer-Sensor erwarten, scheitern an den Vierfarbdaten oder erzeugen einen Grün- oder Magentastich. Nehmen Sie darktable, RawTherapee oder Camera Raw.

Eine SRF-Datei, die kein Foto ist

Dieselbe Endung verwenden Garmin-Navis für Fahrzeugsymbole: zwei Bilder mit je 36 Ansichten des Fahrzeugs, jeweils um 10 Grad gedreht. Sie gehören in den Ordner Garmin/Vehicles des Geräts. Unser Konverter behandelt SRF als Sony-RAW und kann Garmin-Symbole nicht lesen, das Netpbm-Werkzeug srftopam schon.

SRF umwandeln

Für ein Archiv alter Fotos lohnt es sich, SRF in ein Format umzuwandeln, das jedes Programm liest. Unser Konverter entwickelt die SRF-Daten mit dem Weißabgleich der Kamera und automatischer Helligkeit, und speichert JPG mit Qualität 90, PNG oder TIFF mit 8 Bit pro Kanal in sRGB. Zur Langzeitarchivierung sollten Sie die SRF-Dateien selbst behalten, oder DNG-Kopien, die die vollen 12-Bit-Daten bewahren. Allgemeines zu RAW-Formaten steht auf der Seite Kamera-RAW.

SRF auf einen Blick

EntwicklerSony
Verwendet2003–2005, nur DSC-F828 und DSC-V3
NachfolgerSR2 (DSC-R1, 2005), ARW (seit 2006)
BasisTIFF, teilweise verschlüsselt
Daten12 Bit pro Pixel, unkomprimiert
Statusveraltet, lesbar in darktable, RawTherapee und Camera Raw

Details (englisch): die Beschreibung der Sony-RAW-Formate aus der Community und die Übersicht der Library of Congress zu Kamera-RAW-Formaten, in der SRF als „Sony Raw Image“ geführt wird.

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